Das Kiwilifeblog COMEBACK
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Chiara Bobzien
- 12. April 2026
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Der Kiwilifeblog 4 (16.02) bis zum Kiwilifeblog 10 (05.04.) ist back!! In den vergangenen Wochen war ich sehr beschäftigt, weshalb ich leider nicht die Gelegenheit hatte, Blogartikel zu verfassen. Ich werde euch ein wenig über die Ereignisse der letzten Wochen berichten, meine größten Highlights vorstellen.
Die Arbeit in den vergangenen Wochen: ermüdend oder vielfältig?
Zum ersten Mal hatte ich die Gelegenheit, in der Küche tätig zu sein und für die angereisten Gruppen das Essen vorzubereiten. Die Gruppen haben die Wahl zwischen Hamburgern, Spaghetti Bolognese, Pizza, Lasagne, Hühnchen mit Gemüse, Hot Dogs und Mac and Cheese. Das ausgesuchte Gericht bereiten wir dann für die Gruppen zu. Das Mittagessen findet in der Regel um 12:30 Uhr statt, das Abendessen um 17:30 Uhr. Zu Beginn war das für mich wirklich eine Umstellung, beziehungsweise ist es immer noch. In Deutschland nahm ich immer gegen 14 Uhr das Mittagessen und gegen 19 Uhr das Abendessen…In gemächlichem Tempo gewöhne ich mich allmählich daran, aber es ist wirklich schwierig, sich umzustellen.
Zusammen mit meiner Mitbewohnerin, die ebenfalls Freiwillige ist, habe ich den Gaming Room in der Scheune ausgeräumt, sortiert und neu eingerichtet. Am Wochenende musste ich zum ersten Mal arbeiten: Kajakfahren anleiten. Zu jener Zeit waren hier auf der Ranch junge Familien mit Kleinkindern. Es war zudem ein umfangreiches Vorhaben, die Straße zur Ranch freizuschneiden. Es war wirklich anstrengend, aber gleichzeitig wunderschön: An der frischen Luft, mitten in der neuseeländischen Natur stutzen zu dürfen! Obwohl ich die Köchin akustisch leider nicht verstehe, kenne ich mittlerweile jeden Schritt in der Küche auswendig.
Vielleicht fragst du dich, was wir nach der Arbeit eigentlich so machen? Abgesehen von der Arbeit machen wir gelegentlich Workouts oder spielen Basketball, und einmal pro Woche haben wir einen Spieleabend.
Die Exkursionen
Wir Freiwilligen haben an einem Abend eine Nachtwanderung unternommen. Wir hatten dabei keine Taschenlampen und somit kein Licht. Im Wald war das, um ehrlich zu sein, ziemlich unheimlich – aber es hat sich gelohnt, da wir Glühwürmchen sehen konnten. Haha. Es war mir vorher unbekannt, und ich fand es wirklich erstaunlich. Die Glühwürmchen strahlen, um ihre Nahrung zu locken.
Zudem haben wir eine Māori-Kulturaufführung angesehen. So eine Kultur hatte ich vorher noch nicht so nah kennengelernt, und ich fand das echt beeindruckend. Die Kiwis (die Māori-Einwohner hier) schreien, tanzen, ziehen Grimassen (wie etwa das Herausstrecken der Zunge) und singen gemeinsam. Dazwischen Holzstöcke oder Klingeln, die sie als musikalische Accessoires verwenden.
Zudem haben wir uns an einem Abend die Attraktion „Redwoods by Night“ angesehen. Es handelte sich um Redwoods (Mammutbäume), zwischen denen Hängebrücken befestigt waren. Die Laternen, die von den Bäumen hingen, sorgten für das Licht. Dazwischen diese auffälligen Palmen, die überallhin passen. Egal, ob zur Ranch, zur heißen Quelle oder zwischen Mammutbäumen. Es kommt wie eine Dekoration aus, die auf sich aufmerksam machen will. Bei diesem sehr erstaunlichen Spektakel kam ich nicht mehr aus dem Staunen.
Während eines Wochenendes hatte ich zwei Ausflüge, bei denen meine Wow-Mundstellung nicht mehr verschloss! Wir gingen am Samstag auf dem großen See hier neben der Lakes Ranch Kajakfahren, und am Sonntag probierte ich zum ersten Mal Surfen aus. Und ich sag’s dir wortwörtlich: Die Wellen haben mich umgehauen. Es war tatsächlich schwieriger, als ich es mir jemals vorgestellt habe. Ich dachte, ich würde auf enorm großen Wellen reiten, aber am Ende habe ich mir ein Video angeschaut – ich war auf kleinen Wellen hehe
Kaum war der letzte Städtetrip vorbei, stand schon der nächste an: nach Hamilton. Das war hier in Neuseeland meine erste Hostel-Erfahrung. Wir sind von Hamilton zu den Waitomo Caves gefahren. Wir hatten da eine 20-minütige Führung. Zuerst durch die Kalksteinhöhle und schließlich in der Glühwürmchenhöhle. Wir wurden fünf Minuten mit einem Boot über die Letzte gefahren. Das hat mich beeindruckt – WOW! Rückfahrt über die Autobahnen durch die hügelige Landschaft. Ich blinzelte ein paar Mal, aber es war tatsächlich keine Traum, sondern die Realität! Und dann das, womit niemand gerechnet hat…Wir hatten mit dem Elektroauto eine Autopanne. Auf der Zufahrt zur Tankstelle. Von dort aus das Auto auf die andere Seite geschoben, da der Auflader an der Tankstelle nicht den passenden Stecker hatte…Gegenüber haben wir bei einem China-Takeaway eine halbe Stunde geladen. Wir hätten eine Stunde Ladezeit benötigt, aber das Bistro musste leider schließen. Wir haben uns daraufhin durch zehn Abschleppdienste telefoniert, bis einer von ihnen uns zugesagt hat. Es ist wichtig, dass du im Hinterkopf behältst… es war 21/22 Uhr. Wir wurden also im Auto auf dem Abschlepper zur nächsten E-Ladestation transportiert, haben dort 100% geladen und konnten anschließend sicher nach Hause fahren.
Unser letzter Ausflug führte uns nach New Plymouth; es war unser erster Besuch an der Westküste…Unser erster Wandertag führte uns zum „Pouakai Circuit Reflective Tarn“. Es handelt sich um einen Spiegelsee vor dem Mount Taranaki. Ich dachte an einen riesigen See, aber als wir ankamen, schien der See nur einen Durchmesser von 5m zu haben. Eine Spiegelung war nur ab einem bestimmten Punkt sichtbar. Die Aussicht auf die Westküste, die verschiedenen Pflanzen dort oben und den Mount Taranaki fand ich viel beeindruckender.
Am darauffolgenden Tag haben wir zufällig einen unglaublich tollen Strand entdeckt – Back Beach! Ein ausgedehnter Strand mit einem riesigen Stein im Meer, der die Wellen buchstäblich durchbrochen hat. So etwas habe ich zuvor noch nie gesehen. Wir hatten uns am selben Tag auch die Innenstadt angesehen. Eine große Menge Kunst…Leider hatten wir dabei viel Pech mit dem Hostel!Wir hatten danach Bettwanzen in der Wohnung, die wir glücklicherweise besiegen konnten! In der vergangenen Woche besuchten wir den Kuirau Park. Ein Park mit heißen Quellen, die man besichtigen kann. Wasserflächen kleinen Ausmaßes, die Dampf entwickeln. Das ist mir vorher auch noch nie begegnet!
Am Tag darauf ein riesiges Highlight, das ich ebenfalls schon immer besuchen wollte: Hamurana Springs Nature Park. Entlang dieses Naturstücks verläuft eine Art Fluss. Das Wasser kam aus einer Quelle, die wie ein Brunnen aussah! Dort trat Wasser mit einem Volumen von 4.500 Litern pro Stunde aus. Ein Waldstück mit Mammutbäumen (Redwoods) befindet sich mitten im Geschehen. Ich kam aus dem Staunen wirklich nicht mehr heraus und konnte nicht glauben, dass ich das tatsächlich sehe!
Abschlusswort
Vielen Dank für Eure Geduld und Euer Verständnis. Ich hoffe und versuche die nächsten Wochen wieder alle 2 Wochen ein Blog zu veröffentlichen. Habt ihr Anmerkungen oder Fragen? Schreibt mir gerne eine E-Mail an: chiara@kiwilifeblog.com oder eine Nachricht über mein Instagram-Profil #kiwilifeblog. Schau da gerne vorbei, da teile ich meine gesamte Reise.