Kiwilifeblog Nr. 2: Erste Arbeitswoche mit abschließendem Trip

Am letzten Wochenende hatte ich leider keine Zeit diesen Blog zu schreiben. Somit kommt er leider eine Woche zu spät. Dafür aber im Doppelpack mit dem Kiwilifeblog Nr. 3.

Bevor ich diese aufregende Woche schreibe…Vielen Dank erstmal an alle Leser und Leserinnen, die meinen letzten Blog gelesen haben und für das positiv gestimmte Feedback zu meinem letzten Blog.

Dieser Kiwilifeblog ist meine erste Arbeitswoche auf meiner Ranch mit abschließendem ersten Wochenend-Trip.

Meine erste Arbeitswoche auf der Ranch (2. bis 5. Februar 2026)

In dieser Woche hatte ich jeweils von Montag bis Donnerstag, von 8:30-15:00Uhr, gearbeitet. Mit meinen vier anderen Freiwilligen zusammen. 

Die erste Schulklasse kam an. Am Montag um 10:00Uhr. Ab da an hatten wir jeden Tag am Bungee Trump ausgeholfen (beim Trampolinspringen). 

Der Ablauf dieser Activity war: Zuerst hatten wir die 12 bis 15 jährigen Kinder (immer jeweils vier) an den Seilen im Klettergeschirr gesichert, anschließend hochgedreht, mithilfe eines Art Rades befestigt und dann konnten sie springen. Jede 20 Minuten kam eine andere Gruppe, welche aus 10 Kindern bestand. Manche hatten mehr, andere weniger, Lust. Obwohl man nicht viel arbeitete, war die Energie nach jedem Arbeitstag sehr niedrig. Durch dieses warme Klima.

Am Montag hatten wir nach der Mittagspause noch ein Haus der Ranch mit dem Hochdruckreiniger abgespült. Die Mittagspause war jeden Tag von 12:00 bis 12:30Uhr.

Dadurch, dass wir jeden Tag das gleiche machten und nicht viel zu tun hatten war die Arbeitszeit recht entspannt.

Am Dienstag war ich abends noch einkaufen gefahren. Aus dem Gedanke: „Ich brauch nur Milch.“ wurde ein Großeinkauf und was fand ich natürlich nicht (vielleicht auch vergaß)!? Milch! 

Mittwochabend führten die Schulklassen in Gruppen Performances auf. Dabei wurde getanzt, Rollenspiele gespielt und abschließend gewannen die drei besten Gruppen Preise. Außerdem hatte ich das erste Mal die hierzulande prägende Māori-Kultur in Form von kampfartigen Performances kennengelernt.

Donnerstag war unser letzter Arbeitstag dieser Woche, denn Freitag war ein PH (Public Holiday – Feiertag). So hatten wir ein verlängertes Wochenende und machten unseren ersten Wochenend-Trip. 

Der Trip nach Whitianga, vom 6. bis zum 8. Februar 2026

In diesem Trip erlebten wir unglaublich viel! Ich weiß gar nicht, wo ich anfange…

Ich fange mal bei der Anreise an. Am Freitag fuhren wir um 8:30Uhr hier auf der Ranch los (eine Mitarbeiterin hatte uns ihr E-Auto ausgeliehen). Bei unserem Zielort, Whitianga, sind wir erst um 18:45Uhr angekommen. 

Denn zwischen dieser Zeit mussten wir das E-Auto laden und das dauerte nicht mal kurz nur fünf Minuten…Das hatte dann mal eben circa eine Stunde oder sogar länger gedauert. 

Unser erster Ladestopp war in Matamata. Dort in der Nähe ist das Original Hobbiton-Filmset. Wir hielten auch noch am Waihi Strand an und danach waren wir bei unserem Campingplatz in Whitianga angekommen. 

Wir hatten die Zelte aufgestellt, Matratzen aufgepumpt (das war ein Akt sach ich Dir) und spazierten, durch die Stadt Whitianga, zum Strand „Simpsons“. Dort hatte ich ein Déjà-vu! Die Küste mit den Palmen hat mich an Santa Barbara in Amerika erinnert. Nachdem wir dort im Wasser waren, gingen wir zurück zum Campingplatz und kochten uns Abendessen. Ein Freiwilliger brachte Pizza mit. Leider war der Ofen vom Campingplatz defekt (nicht da). Also mussten wir die Pizza in der Mikrowelle garen. Das hatte besser geklappt, als ich dachte haha dann waren wir in die Zelte schlafen gegangen. Ich war mit der Freiwilligin Paula in einem Zelt, auf einer doppelten Luftmatratze. Diese scheint kaputt gewesen zu sein, denn wir sanken Schritt für Schritt auf den harten Boden. Mein Rücken tat mir so weh aber ich schlief trotzdem und währenddessen ignorierte ich dieses Gefühl! Um 03:45Uhr war es jedoch nicht mehr auszuhalten. Wir beide waren aufgestanden und hatten die übrige Nacht im Auto geschlafen. Dort konnten wir einigermaßen gut schlafen. 

Am selben Morgen, um 8:00Uhr, war ein lauter Alarm, welcher mich erschrocken aufweckte. Ich dachte in dem Moment, dass es ein Feueralarm ist und der Campingplatz brennt. Doch dann stellte sich heraus, dass dieser Alarm von der Ortsfeuerwehr kam, die ihre Freiwilligen rief…Gegen 10Uhr hatten wir alle gefrühstückt, dann startete unser unglaublich erlebnisreicher Tag! 

Cathedral Cove und Hot Water Beach

Erster Stop war die Cathedral Cove. Dort wurden wir mit einem Shuttle, auf den Berg gebracht, anschließend gingen wir noch eine halbe Stunde hinunter. Es war sehr heiß, die Sonne hat stark auf einen geschienen (hier ist ja gerade Sommer) aber wir haben trotzdem unser Ziel erreicht! (Party Party) Es sah aus wie eine Postkarte! Ein Felsen, durch den man hineingehen konnte. Dort waren wir den Vormittag und Mittag. Abschließend waren wir auch Mittagessen: einen Veggie-Burger (Falls Du auch dein Essen fotografierst, warum machen wir das eigentlich? hahah)

Nach diesem Highlight folgte direkt das nächste: der Hot Water Beach. Dort gingen wir zuerst in den Südpazifik. Dort waren ein Meter große Wellen (so etwas habe ich noch nie gesehen). Plötzlich kam eine, ich dachte sie wäre kleiner. Die hat mich voll umgehauen! Ich war unter Wasser, hab nach Luft gesucht und dachte, ich ertrinke. Doch im nächsten Moment war ich wieder an der Wasserfläche. So etwas war ein Erlebnis, welches ich nie vergessen werde! Anschließend waren wir zur Hot Water Stelle des selben Strandes gegangen. Dort konnte man Pools in den Sand graben und sich ins heiße Wasser legen. In eine Pfütze tritt ich und hatte das Gefühl, meinen Fuß verbrannt zu haben. Also das Wasser war wirklich HOT. Dort waren wir am Nachmittag. Dann fuhren wir mit einem Rucksack voller Erlebnisse und Eindrücke zurück zum Campingplatz. In der nächsten Nacht hatten Paula und ich im anderen Zelt geschlafen. Dort hatte die Matratze die Nacht über gehalten haha 

Auf dem Rückweg durch Coromandel Town

Am nächsten sommerlichen Morgen frühstückten wir um 9:30Uhr. Dann fuhren wir zur Coromandel Town, in der wir das E-Auto ladeten. Die Town war ganz klein, in landschaftlicher Lage, mit Felsen umgeben. Anschließend ging’s nach Thames, dort laden. Dann war ich an der Reihe und fuhr uns nach Matamata. Wir ladeten an der selben Stelle wie die der Hinreise. Diese Fahrt nach Matamata war turbulent! Es war sooo heiß, Klimaanlagen konnten wir nicht anschalten, da es vom E-Motor Batterie gezogen hätte. Es gab zudem eine folgende, nicht ungefährliche, Situation: Ich fuhr geradeaus die vorgeschriebenen 100km/h auf dem Highway und einer der Freiwilligen meinte, dass ich demnächst rechts abbiegen müsste. 5m davor kam die Durchsage von der Rückbank: „Hier abbiegen!“. Mir war in diesem stressigen Moment nicht bewusst, dass ich 100km/h fahre. Ich bremste schnell ab (hinter mir ein war ein Hupkonzert 1A Deluxe), wollte mit 75km/h abbiegen und alle riefen: „Oh stopp, nicht abbiegen!“. Es hat sich wie eine Achterbahn angefühlt! Schließlich war ich nicht abgebogen und auf der Gegenspur zum stoppen gekommen. Ich musste so schnell wie möglich wieder auf meine (die linke) Spur wechseln, bevor ein Auto mir auf der Gegenspur entgegen gekommen wäre! Schlussendlich hatte ich es nach kurzem Warten (Vorbeilassen der Autos hinter mir) endlich wieder auf meine Spur geschafft. Aber ab dem Moment an hatte ich einen Schreck tief gespürt, ich fuhr aber weiter. 

Nachdem wir in Matamata geladen hatten ging’s nach Rotorua zurück. Auf dem Weg dahin fuhren wir zu früh zu lang 100km/h und mussten am Ende zitternd zum nächsten Auflader fahren. Dorthin schafften wir es zum Glück noch gerade so. Um 18:20Uhr kamen wir dann wieder gesund und muntrer auf der Ranch an, nach acht Stunden und 20 Minuten Reisedauer.

Fazit dieser Woche

Ich habe viele Erfahrungen sammeln können: weiter weg fahren (+mit einem E-Auto)…Doch das Fahren im Linksverkehr war die größte. Die Highways hier zulande sind mitten in der Landschaft gebaut. Manche davon führten an Berge vorbei, andere an Kuhwiesen und wieder andere direkt am Wasser. Während man durch die Berglandschaften gefahren ist, wusste man gar nicht, aus welchem Autofenster man zuerst schaut: jede Lage sah auf seiner eigenen Weise anders und doch zusammen wunderschön aus.

Ich freue mich nach diesen Highlights des Tripes auf viele weitere! 

Vielen Dank, dass Du diesen Blog gelesen hast! Ich hoffe, dieser hat Dir gefallen und vielleicht an mancher Stelle zum schmunzeln gebracht!

Du möchtest mehr über meine Reise sehen? Dann folge gerne meinem Instagram Profil @kiwilifeblog

 

 

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