Kiwilifeblog Nr. 1: Ankommen in Neuseeland
Ich bin mittlerweile seit einer Woche hier in Neuseeland in meinem Abenteuer. Es ist Zeit, meinen ersten Kiwilifeblog zu schreiben. Ich fange mal von ganz vorne an…
Meine Anreise
Am 22. Januar 2026 klingelte um 03:30Uhr mein Wecker. Am Abend zuvor schlief ich gegen 23:00Uhr ein (viel zu spät hihi) und bis zum Weckeralarm im Halbschlaf. Nachdem ich mein Wecker austellte, dachte ich: „Endlich ist der Tag gekommen meiner Abreise nach Neuseeland!“. Andererseits dachte ich: „Gleich muss ich mich am Flughafen von meinen Eltern verabschieden“.
Naja, auf jeden Fall hatte ich alles zur Abfahrt vorbereitet und als ich aus der Tür ging, fiel mir auf, dass ich mein Handy auf der Kücheninsel vergaß. Nach diesem Schreck ging’s um 04:45Uhr los zum Flughafen Hannover. Dieses Gefühl, was ich im Auto gespürt hatte, kann ich nicht in Worte fassen. Es hatte sich noch nicht real angefühlt, dass ich nach Neuseeland fliege aber auf der anderen Seite war da diese starke Aufregung in mir. Am Flughafen angekommen, gab gleich zu Beginn mein Koffer auf, verabschiedete mich von meinen Eltern und ging in die Sicherheitskontrolle. In diesem Moment dachte ich: „Jetzt führt kein Weg zurück“ und immernoch war diese Aufregung da. Währenddessen auch Stress und Sorge, dass ich meinen Flug nicht schaffe, denn ich war spät dran, upsii…Um 05:45Uhr war Boarding und um die Uhrzeit stand ich an der Sicherheitskontrolle, weil mein Handgepäckkoffer erneut kontrolliert werden musste. Vor mir waren drei andere Personen und die Gedanken spielten verrückt: „Chiara, du musst jetzt fragen, ob dein Koffer vorgezogen werden kann, weil du gleich Boarding hast!“, „Ist gerade schon Boarding?!“, „Sitzen schon alle Passagiere im Flugzeug und warten auf mich!?“. Ich hatte also den Luftsicherheitsassistenten gefragt, ob er zügig mein Handgepäck durchschauen kann. Er meinte: „Nein, Sie müssen warten“. Meine Angst stieg, dann war ich dran und Du musst dir vorstellen; er war nicht der Schnellste. Naja, nach gefühlt 2 Stunden war er fertig. „Das Nasenspray muss nochmal durchschaut werden!“, sagte er in einem ernsten Ton zu mir. Darauf antwortete ich: „Nee, werfen Sie es bitte weg!“.
Ganz schnell rannte ich dann zum Gate A04. Surprise: Das Boarding hatte noch gar nicht begonnen, erst nachdem ich am Gate 10 Minuten gewartet hatte. Das Warten hörte endlich auf, als meine Gruppe aufgerufen wurde. Doch ich hatte mich nicht getraut einzusteigen. Der folgende Gedanke hatte mich aufgehalten einzusteigen: „Weg von meinem Zuhause für ein ganzes Jahr!“. Somit war ich einer der letzten die eingestieg. Im Flugzeug saß ich erstmal eine Stunde lang, weil die Bremsen noch enteist wurden..Ich am Fenster, neben mir der Sitzplatz frei. Wir sind mit Verspätung abgeflogen aber dank des Rückenwindes trotzdem pünktlich in Frankfurt gelandet.
In Frankfurt war ich zuerst zum Kofferband gegangen und spürte sofort Fassungslosigkeit in mir: Keine Passagiere in Sicht und kein Kofferband bewegte sich..Ich dachte: „Hä wie kann das sein, Frankfurt ist doch ein enorm großer Flughafen und alle Kofferbänder stehen still!!??“. In meiner Angst und immer noch in dieser unbeschreiblich starken Aufregung schaute ich auf die Anzeigetafel und laß: „Hannover verspätet“. An Kofferband 8 stand ich circa 10 Minuten, dann bewegte es sich und welcher Koffer kam zuerst!? Meiner haha! So, endlich mein Gepäck komplett gehabt. Mit dem ging ich anschließend zu meinem Check-in Schalter. Dort habe ich auf meine anderen Freiwilligen gewartet.
Als alle kamen, hatten wir unsere Koffer eingecheckt. Sofort der nächster Schock, weil ich erst zwei hatte: Der Koffer wog ein Kilogramm zu schwer und der Reißverschluss spaltete sich. Daraufhin hatte ich die schwerste Kleidung in meinen Rucksack gestopft. Auch meinen Handgepäckkoffer konnte ich glücklicherweise aufgeben. Ich legte ihn auf das Kofferband am Check-in, der Reißverschluss spaltete sich ebenfalls. Ab da an dachte ich im Sekundentakt: „Hoffentlich gehen diese Koffer nicht auf!“.
Nach langer Wartezeit am Gate, ein weiterer Schreck (ich konnte meine Nervosität nicht kontrollieren): Mein Handy fiel auf den harten Steinboden im Flughafen Frankfurt. Dabei wurde die Kamera zu einer Spider-App..Zum Glück hatte ich ein Schutz auf der Kamera, wodurch sie unbeschädigt war. In Frankfurt dann trotzdem abgeflogen.
Circa 11 Stunden flogen wir nach San Francisco. Dort angekommen, zuerst durch die Passkontrolle und daraufhin holten wir unsere Koffer. Der Hundeauslauffläche entlang fanden wir den Ausgang, um frische Luft zu tanken haha. Der Aufenthalt in San Francisco betrug sieben Stunden. Während diesen langen Stunden, hatten wir alle den Jetlag gespürt; um 22Uhr war erst Boarding und wir alle waren an unsere Limits gekommen. Endlich im Flugzeug angekommen, war ich sofort eingeschlafen.
Wir flogen ungefähr 12 Stunden und 30 Minuten nach Auckland. In einer der größten Stadt Neuseelands angekommen, stand auf meinem Zoll-Ticket: „Something to declare“. Also ging ich zum gleichnamigen Schalter und nach einer Viertelstunde hin und her stellte sich heraus: Ich hatte mich bei einem Punkt verlesen und musste zum Glück kein Zollbeitrag zahlen. Anschließend sind wir Freiwillige zum anderen Terminal gegangen. Dort wurde mir klar, dass ich drei Handgepäck-Stücke hatte, wobei nur zwei erlaubt waaren. Hinzu kam, dass zwei der drei über sieben Kilogramm wogen. Ich hatte gehofft, dass die Fluggesellschaft mich trotz dem einsteigen lässt…Lange rede, kurzer Sinn: Sie haben nichts gesagt und ich konnte problemlos einsteigen. Bei diesem letzten Flug meiner Reise war ich das erste mal in einem Propeller-Flugzeug geflogen. Das Ziel: Tauranga Airport. Bei der Ankunft war ich froh, dass ich nach 45 Stunden gesund und heile ankam. Jack holte uns ab und fuhr uns Freiwillige zum Orientierungscamp „Pacific Park Christian Holiday Camp“. Bei der Ankunft hatten uns die Koordinatorin Teresa und auch Rhianne meega liebevoll empfangen. So einen tollen Empfang habe ich noch nie erlebt.
Wie man sehen kann, eine lange Reise ist nicht einfach machbar und man darf nicht zu aufgeregt sein 😉
Die O-Week (Orientierungswoche)
In der O-Week hatten wir verschiedene Programme durchgeführt. Darunter leisteten wir, Freiwillige, Teamwork-Activitys am naheliegenden Papamoa Strand, in Form von einem Wettbewerb. Unsere Aufgaben waren beispielsweise: Huckepack laufen, ein Band um beide Beine schnüren und die Schubkarre. Neben dem lernten wir die Māori-Sprache oder über die Politik von Neuseeland (Neuseeland hat nur zwei Parteien, wusstest Du das!?). Außerdem kosteten wir auch typisch neuseeländisches Essen, jeder hat sich vorgestellt, die Mission Impossible wurde immer witziger & erfinderischer, wir hatten eine halbstündige Fahrstunde rechts sitzend im Linksverkehr (das war ein Erlebnis für sich haha) und waren in der Mall für die SIM Karte. In unserer Freizeit gingen wir zum Strand, schwammen im südwestlichen Pazifik an der „Bay of Plenty“ oder haben einfach relaxed. Abends waren wir auch am Strand und das war wirklich das Highlight: Meeresrauschen, der Mond hatte sich im Wasser gespiegelt und ein Sternenhimmel war klar sehen…soo amazing beautiful! Darüber hinaus besichtigten wir Mount Maunganui. Die Landschaft an diesem Ort war ein weiteres Highlight dieser Woche. Wir hatten also alle sehr viel Spaß und es war meega cool, meine anderen Freiwilligen kennenzulernen. Die Woche war im Zeitraum vom 24. Januar bis zum 29. Januar 2026.
Ankunft in meinem Projekt „Lakes Ranch Rotorua“
Am Morgen des 29. Januar traf ich hier auf der Ranch ein, nachdem die Managerin Nikki meine anderen Freiwilligen und mich am Bahnhof Rotorua abgeholt hatte. Zu Beginn der Ankunft wurden uns die Zimmer gezeigt, dann führte uns die Mitarbeiterin Shiloh durch das Gelände. Meinen anderen Freiwilligen Paula, Silja und mich. Darunter zur Reithalle, zum Gym..nach einer darauffolgenden Besprechung mit der Managerin, über die Regeln hier auf der Ranch, genossen wir die Freizeit. In dieser badeten wir im See. Auch wenn das Wasser sehr kalt war, wurde es zu einem Erlebnis, mitten in der atemberaubenden Natur zu schwimmen. Der folgende Tag begann um 8:30Uhr. Vom Office aus, ging es zuerst zur Reithalle. Dort haben wir Volunteers (Freiwillige) alles aufgeräumt – die Abfälle aufgehoben und entsorgt. Daraufhin wurden uns die Activitys vorgestellt, die wir leiten werden. Zuerst die Kletterwand. Infolgedessen das Bogenschießen, Paintball und das Kajakfahren. Wir durften dabei die Activitys selbst ausprobieren; mein erstes Kanufahren war ein absolutes Highlight! Am Montag kommt die erste Schulgruppe auf die Ranch, umhüllt von einer prachtvollen Landschaft. Heute, am Samstag, haben wir relaxed. Wie man so schön sagt: „Die Ruhe vor dem Sturm“ ist hier momentan die Atmosphäre auf der Ranch, bevor am Montag die Schulgruppe anreisen. Hinzufügend, am Freitag waren wir in der Stadt von Rotorua. An manchen Stellen riecht es hier nach Schwefel, aufgrund der extrem hohen geothermischen Aktivität.
Wetter un Uhrzeit
Im Orientierungs-Camp war das Wetter sehr abwechslungsreich: Sonne, Regen, Wind, Sonne…aber jedoch sehr warm. Hier auf der Ranch ist es morgens und abends kühler (wie auch im Camp). Tagsüber ist die Sonne sehr stark: Sonnencreme ist somit ein Muss!
Die Uhrzeit ist +12 Stunden zu Deutschland. Also als Beispiel: wenn es in Deutschland 8:00Uhr morgens ist, zeigt die Uhr hier in Neuseeland 20:00Uhr an. Dieses Wetter und die Uhrzeit-Umstellung darf man nicht unterschätzen.
Hier ist übrigens Sommer, weshalb es so heiß ist.
Funfact, Kulturschock und Abschlusswort
Die Neuseeländer haben ihren eigenen englischen Slang, an den ich mich noch gewöhnen muss und der andere Funfact: Neuseeländer tun sich ganz schwer, meinen Vornamen auszusprechen haha
Als ich hier auf meiner Ranch ankam, hatte ich einen kleinen Kulturschock. Die Kiwis (die Einwohner Neuseelands) scheinen nicht sauber und aufgeräumt zu sein. Auf kaputte Möbelstücke wird auch nicht geachtet. Diese Erlebnis gleich am ersten Tag zu haben, war schon eine enorme Erfahrung, welche ich auf jeden Fall zurück nach Deutschland nehmen werde.
Das war mein erster Lifeblog. Vielen Dank, falls Du bis hierhin gelesen hast. Ich hoffe, dass er Dir gefallen hat und dass ich an jedem Wochenende ein Blog schreiben kann. Falls kein Eintrag veröffentlich wird, bin ich zu busy haha. Danke für Dein Verständnis!
Du hast Fragen oder möchtest etwas loswerden? Dann schreib mir gerne eine Mail an: chiara@kiwilifeblog.com oder eine Nachricht an meinen Instagram-Profil: @kiwilifeblog. Dem kannst du auch gerne folgen. Auf diesem Profil teile ich mein Neuseeland Abenteuer mit Dir.
Viele Grüße von Chiara 🙂
Rotorua, Januar 2026
